Wie war der 17. Internationale Comic-Salon in Erlangen?

 Erlebniswelt auf dem Schlossplatz: Kinky & Cosy Experience von Nix Copyright: Internationaler Comic-Salon Erlangen – Foto: Georg Pöhlein, 2016

Erleb­nis­welt auf dem Schloss­platz: Kin­ky & Cosy Expe­ri­ence von Nix Copy­right: Inter­na­tio­na­ler Comic-Salon Erlan­gen – Foto: Georg Pöh­lein, 2016

Huch, auf dem Schloss­platz steht ein rosa­far­bi­ger Gehirn-Con­tai­ner und davor ein selt­sa­mer in weiß geklei­de­ter Mann? Der Beginn einer unge­wöhn­li­chen Rei­se mit lebens­ver­än­dern­den Fol­gen…

Am 26. Mai star­te­te der Inter­na­tio­na­le Comic-Salon, der alle zwei Jah­re von der Stadt Erlan­gen orga­ni­siert wird. Über 150 Aus­stel­ler auf der Mes­se zeig­ten ihr Pro­gramm, mehr als 500 Comic-Künst­ler waren anwe­send, 30 Aus­stel­lun­gen waren in der Innen­stadt für Besu­cher geöff­net und über 150 Ein­zel­ver­an­stal­tun­gen run­de­ten eines der wich­tigs­ten Fes­ti­vals für Comic-Kunst ab.

 Erlebniswelt auf dem Schlossplatz: Kinky & Cosy Experience von Nix Copyright: Internationaler Comic-Salon Erlangen – Foto: Erich Malter, 2016

Erleb­nis­welt auf dem Schloss­platz: Kin­ky & Cosy Expe­ri­ence von Nix Copy­right: Inter­na­tio­na­ler Comic-Salon Erlan­gen – Foto: Erich Mal­ter, 2016

Vor dem Besuch der Mes­se konn­ten sich die Besu­cher auf dem Schloss­platz einer Gehirn­wä­sche, in vier Schrit­ten, durch die Schwes­tern Kin­ky & Cosy des flä­mi­schen Künst­lers Nix unter­zie­hen. Zunächst wur­de man auf­ge­for­dert sei­nen Kopf in eine Öff­nung zu ste­cken, damit der gan­ze unnö­ti­ge Wust aus dem Kopf raus­ge­spült wird. Danach wur­de der Kopf mit neu­en Inhal­ten gefühlt. Um die­sen Pro­zess zu beschleu­ni­gen nah­men die Teil­neh­mer die Pil­le des Wis­sens ein und bega­ben sich danach zum Trai­ning ans iPad. Zum Schluss wur­de man von den Schwes­tern zur Absol­vie­rung der Pro­ze­dur beglück­wünscht und auf die rest­li­che Mensch­heit los­ge­las­sen. Als neu­er Mensch betrat man nun die Haupt­hal­le der Mes­se am Rat­haus­platz und konn­te sei­nen Wis­sens­schatz noch wei­ter auf­sto­cken. Aus­ge­legt am Info­stand waren wie­der die kos­ten­lo­sen Sti­cker-Alben, die für ein regel­rech­tes Jagd­fie­ber nach den begehr­te Sti­ckern aus­lös­ten. An meh­re­ren Stän­den in der Mes­se, bei den Aus­stel­lun­gen und Knei­pen waren die begehr­ten Samm­ler­ob­jek­te zu fin­den. In der Mes­se konn­te man sich dar­über hin­aus über Neu­erschei­nun­gen bei den Ver­la­gen infor­mie­ren und sich Bücher von den Künst­lern signie­ren las­sen. Es bil­de­ten sich regel­recht Schlan­gen aus und War­te­zei­ten bis zu einer Stun­de waren nicht unge­wöhn­lich. Bei Pani­ni Comic muss­te man, wenn man eine Zeich­nung haben woll­te, um 10.30 Uhr zum Wür­feln vor­bei­kom­men oder man­che Ver­la­ge gaben Num­mern her­aus. Mit lee­ren Hän­den ging jedoch kei­ner nach Hau­se, denn bei dem brei­ten Ange­bot konn­te jeder fün­dig wer­den.

Am 27. Mai wur­de der begehr­te Max und Moritz-Preis ver­lie­hen an:

 Max und Moritz-Gala – 17. Int. Comic-Salon Erlangen 2016 Copyright: Internationaler Comic-Salon Erlangen – Foto: Georg Pöhlein, 2016

Max und Moritz-Gala – 17. Int. Comic-Salon Erlan­gen 2016 Copy­right: Inter­na­tio­na­ler Comic-Salon Erlan­gen – Foto: Georg Pöh­lein, 2016

Clai­re Bre­té­cher (Son­der­preis fürs Lebens­werk)

Kathar­sis von Luz (Spe­zi­al­preis der Jury)

Bar­ba­ra Yelin (Bes­te deutsch­spra­chi­ge Comic-Künst­le­rin)

Mad­ger­ma­nes von Bir­git Wey­he (Bes­ter deutsch­spra­chi­ger Comic)

Ein Som­mer am See von Mari­ko Tama­ki und Jil­li­an Tama­ki (Bes­ter inter­na­tio­na­ler Comic)

Das Hoch­haus. 102 Eta­gen Leben von Katha­ri­na Gre­ve (Bes­ter deutsch­spra­chi­ger Comic-Strip)

Kis­te von Patrick Wir­be­leit und Uwe Heid­schöt­ter (Bes­ter Comic für Kin­der)

Wun­der­fitz von der Müns­ter School of Design (Bes­te stu­den­ti­sche Comic-Publi­ka­ti­on)

Crash ’n‘ Burn von Miki­ko Pon­c­zeck (Publi­kums­preis)

 

Am 29. Mai ging das Fes­ti­val beim gemein­sa­men Aus­klang um 20 Uhr bei der After Salon Chill Out zu Ende und jetzt heißt es wie­der war­ten… War­um macht man das nicht jedes Jahr… Seufz.

Anna Levan­dovs­ka

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