Diese Woche läuft an…

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Bild: Con­cor­de, Para­mount, NFP Sub­ma­ri­ne Doks

Paar­the­ra­pie aus dem Jen­seits gibt es im fran­zö­si­schen Dra­ma Val­ley of Love — Tal der Lie­be. Ein hal­bes Jahr nach dem Selbst­mord ihres Soh­nes bekom­men Isa­bel­le und Gérard einen Brief, der sie auf eine aben­teu­er­li­che Rei­se ins Death Val­ley schickt. Unter der sen­gen­den kali­for­ni­schen Son­ne kom­men sich die bei­den lang­sam wie­der näher.
Auch in der ame­ri­ka­ni­schen Tra­gik­ko­mö­die Ano­ma­li­sa soll einer ange­staub­ten Bezie­hung neu­es Leben ein­ge­haucht wer­den: Ein melan­cho­li­scher Best­sel­ler­au­tor hat genug von den ein­sa­men Näch­ten in Hotel­zim­mern und mel­det sich nach zwölf Jah­ren bei sei­ner Ex-Freun­din. Er ver­sucht alles, um an die alte Lie­be anzu­knüp­fen.
Die Poli­tak­ti­vis­ten im Doku­men­tar­film The Yes Men — Jetzt wird’s per­sön­lich! wol­len gleich die gan­ze Erde ret­ten. Im 3. Teil der Yes Men-Rei­he ste­hen die Fol­gen des Kli­ma­wan­dels im Zen­trum. Wie immer schlüp­fen die Akti­vis­ten in ver­schie­de­ne Rol­len und Kos­tü­me, um die Machen­schaf­ten von Kon­zer­nen und Lob­by­is­ten auf­zu­de­cken.

Val­ley of Love — Tal der Lie­be

Nach dem Selbst­mord ihres Soh­nes Micha­el erhal­ten Isa­bel­le (Isa­bel­le Hup­pert) und Gérard (Gérard Depar­dieu) einen geheim­nis­vol­len Brief. Sie sol­len sich an einem ganz bestimm­ten Tag im ame­ri­ka­ni­schen Death Val­ley ein­fin­den. Eine Woche müs­sen sie in der brü­ten­den Hit­ze durch­hal­ten und dabei an einer Rei­he von Plät­zen auf Spu­ren­su­che gehen. Isa­bel­le und Gérard, lan­ge geschie­den, fol­gen den Anwei­sun­gen zöger­lich. Das Ver­hält­nis der bei­den ist nicht ein­fach, zumal kei­ner von ihnen den Tod Micha­els ver­ar­bei­tet hat. Doch wäh­rend der ent­beh­rungs­rei­chen Rei­se kom­men sich die Ex-Part­ner schließ­lich wie­der näher – und ver­su­chen gemein­sam das letz­te Geheim­nis ihres Soh­nes zu lüf­ten.

Regis­seur Guil­lau­me Nicloux insze­niert das Tal des Todes als Schmelz­tie­gel der mensch­li­chen See­le und schreckt dabei auch nicht vor Aus­flü­gen ins Eso­te­ri­sche zurück. Die fran­zö­si­schen Schau­spie­li­ko­nen Hup­pert und Depar­dieu ste­hen erst­mals seit 1980 wie­der gemein­sam vor der Kame­ra. 

Val­ley of Love — Tal der Lie­be läuft ab Don­ners­tag, dem 21. Janu­ar, im Man­hat­tan Kino.

 

Ano­ma­li­sa

Micha­el Stone ist der erfolg­rei­che Autor einer Rei­he von Rat­ge­ber­bü­chern. Für einen Vor­trag bei einem Custo­mer-Ser­vice-Kon­gress fliegt er nach Cin­cin­na­ti in Ohio und kommt für eine Nacht in einem Hotel unter. Obwohl Micha­el ange­sichts sei­nes beruf­li­chen und pri­va­ten Erfolgs allen Grund zur Freu­de hat, fehlt etwas in sei­nem Leben — allein in sei­nem Zim­mer kommt ihm die Idee, eine alte Flam­me anzu­ru­fen, mit der er vor zwölf Jah­ren Schluss gemacht hat. Doch Bel­la, die die Tren­nung nie ganz über­wun­den hat, ist von sei­nen Avan­cen gar nicht begeis­tert und ergreift die Flucht. Dann lernt Micha­el die über­dreh­te Kun­den­be­treue­rin Lisa ken­nen, die sein Semi­nar besu­chen will und ist auf der Stel­le von der unge­wöhn­li­chen Frau fas­zi­niert.

Mit 1.261 ein­zel­nen Gesichts­aus­drü­cken und über 1.000 Requi­si­ten und Kos­tü­men zählt Ano­ma­li­sa zu den auf­wän­digs­ten Stop-Moti­on-Fil­men aller Zei­ten. Dabei ver­bin­det die Tra­gi­ko­mö­die den skur­ri­len Humor von Regis­seur Char­lie Kauf­man (Being John Mal­ko­vich) mit dem Charme klas­si­scher Knet­fi­gu­ren.

Ano­ma­li­sa läuft ab Don­ners­tag, dem 21. Janu­ar, im Man­hat­tan Kino.

 

The Yes Men — Jetzt wird’s per­sön­lich!

Sie sind die Super­stars der Pro­test­be­we­gung in den USA: die berüch­tig­ten Akti­vis­ten The Yes Men (Mike Bon­an­no und Andy Bichlbaum) insze­nie­ren seit 15 Jah­ren unter­halt­sa­me, aber vor allem pro­vo­ka­ti­ve Aktio­nen. Sie stel­len Kon­zer­ne, Lob­by­grup­pen oder Regie­run­gen bloß, um auf­zu­rüt­teln und auf­zu­de­cken. In schi­cken Second­hand-Anzü­gen und mit wenig Scham­ge­fühl schleu­sen sie sich in Busi­ness-Events und Regie­rungs­funk­tio­nen ein und star­ten außer­ge­wöhn­li­che Pro­test­ak­tio­nen, um auf die nega­ti­ven Fol­gen von Finanz­kri­sen und Umwelt­zer­stö­rung auf­merk­sam zu machen. Inzwi­schen sind die bei­den Män­ner Mit­te 40 und ste­hen am Rand einer aus­ge­wach­se­nen Mid­life-Cri­sis. Dabei sind sie gera­de dabei, die größ­te Her­aus­for­de­rung ihres Lebens vor­zu­be­rei­ten: Die Yes Men wol­len den Kli­ma­wan­del zu stop­pen.

Ihre Aktio­nen sind inzwi­schen legen­där: Sie gaben auf einer gefälsch­ten Pres­se­kon­fe­renz als Abge­ord­ne­te der US Han­dels­kam­mer einen radi­ka­len Kurs­wech­sel der Kli­ma­po­li­tik bekannt und spra­chen sich für die Ein­füh­rung einer CO2-Steu­er aus; sie ver­kün­de­ten auf dem Kli­ma­gip­fel in Kopen­ha­gen im Namen Kana­das, dass die Regie­rung ihre Ver­ant­wor­tung für die ver­hee­ren­den Fol­gen des natio­na­len Ölsand­ab­baus in Ugan­da aner­ken­nen und für die dadurch ent­stan­de­nen Schä­den auf­kom­men wer­de. Jetzt wird’s per­sön­lich! ist nach Die Yes Men und Die Yes Men regeln die Welt der 3. Film der Poli­tak­ti­vis­ten und bleibt dem Erfolgs­re­zept treu.

The Yes Men — Jetzt wird’s per­sön­lich! läuft ab Don­ners­tag, dem 21. Janu­ar, im E‑Werk-Kino.

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