Passion. Fan-Verhalten und Kunst

50.000.000 CAN’T BE WRONG, 2006, Experimental Video, Courtesy of the artist  Susanne Bürner

50.000.000 CAN’T BE WRONG, 2006, Expe­ri­men­tal Video, Cour­te­sy of the artist Susan­ne Bür­ner

Wie sah das Fan-Ver­hal­ten eigent­lich vor Face­book, Twit­ter und Co aus? Wer die­se Fra­ge beant­wor­tet haben möch­te, dem sei die aktu­el­le Aus­stel­lung des Kunst­haus Nürn­berg mit dem Titel „Pas­si­on. Fan-Ver­hal­ten und Kunst“ (17.12.2015–14.02.2016) im Kunst­Kul­tur­Qua­tier emp­foh­len. Der Schwer­punkt liegt dabei auf dem Fan-Ver­hal­ten im Bereich der Rock­mu­sik.

Über sieb­zig inter­na­tio­na­le Künst­ler und Künst­le­rin­nen wid­men sich in ihren Kunst­wer­ken die­sem The­ma. So zum Bei­spiel Moritz Göt­ze mit sei­ner Vinyl-Skulp­tur auf einem Sockel, die aus geschmol­ze­nen Schall­plat­ten und Vinyl-Roh­lin­gen besteht.

Moritz Götze, Dedicated to the One I Love, 2015, Vinyl-Skulptur auf Sockel, 110 x 40 x 50 cm, Courtesy of Galerie Rothamel, Erfurt/Frankfurt am Main, Foto: Markus Werner, Halle.

Moritz Göt­ze, Dedi­ca­ted to the One I Love, 2015, Vinyl-Skulp­tur auf Sockel, 110 x 40 x 50 cm, Cour­te­sy of Gale­rie Rot­ha­mel, Erfurt/Frankfurt am Main, Foto: Mar­kus Wer­ner, Hal­le.

Bewun­dern kann man außer­dem den Klas­si­ker von Pipi­lot­ti Rist „I‚m Not The Girl Who Mis­ses Much“ aus dem Jahr 1986. Das 5‑minütige 1‑Ka­nal-Video ent­stand bereits wäh­rend ihrer Stu­di­en­zeit in Basel. Man sieht die Künst­le­rin in einem schwar­zen Kleid mit einem sehr tie­fen Aus­schnitt, die Lip­pen mit rotem Lip­pen­stift geschminkt, zer­zaus­ten schwar­zen, schul­ter­lan­gen Haa­ren vor der Kame­ra tan­zen und mit einer schril­len Stim­me die ers­te Zei­le aus dem Beat­les- Song „Hap­pi­ness is a warm gun“ sin­gen. Rist übt damit Kri­tik an der Unter­hal­tungs­in­dus­trie und der Geschlech­ter­rol­le der Frau in der Gesell­schaft.

Wei­te­re inter­es­san­te Wer­ke in der Aus­stel­lung sind von Mar­kus Wirth­mann „Songs from the Wood“ (2015), Jona­than Blue „Mary Blue“ (2009), Via Lewan­dow­sky „Don‚t cry“ (2015), Ray­mond Pet­ti­bon „LP-Cover-Gestal­tun­gen (1983–2012) und Eva Beham/Sebastian Trö­ger „I can feel your music, but you can‚t see my pain­ting (2015).

Die gesam­te Aus­stel­lung bie­tet jeden­falls vie­le High­lights für die es sich lohnt vor­bei­zu­schau­en.

Anna Levan­dovs­ka

Noch mehr aus­führ­li­che­re Infor­ma­tio­nen zur Aus­stel­lung gibt es ein­mal auf der Home­page des Kunst­haus im Kunst­Kul­tur­Quar­tier und auf dem aktu­el­len Fly­er, dem sämt­li­che Vor­füh­rungs­ter­mi­ne und Prei­se ent­nom­men wer­den kön­nen.

 

 

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