Diese Woche läuft an…

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Bild: Tibe­ri­us Film, War­ner Bro­thers, splendid

Drei außer­ge­wöhn­li­che Bezie­hun­gen ste­hen in den Neu­starts der Woche im Zen­trum. In der fran­zö­si­schen Roman­ze Lie­be auf den ers­ten Schlag ver­liebt sich der läs­si­ge Arn­aud in die ver­bis­se­ne Über­le­bens­ex­per­tin Made­lei­ne — und fin­det sich unver­se­hens in einem mili­tä­ri­schen Trai­nings­camp wie­der. Sei­ne neue Freun­din glaubt an einen dem­nächst bevor­ste­hen­den Welt­un­ter­gang und ist mehr an Kampf- als an Flirt­tech­ni­ken inter­es­siert. Immer­hin plant sie eine Kar­rie­re als Eli­te­sol­da­tin. In Irra­tio­nal Man, dem neu­es­ten Werk von Regie-Alt­meis­ter Woo­dy Allen, schwärmt eine jun­ge Stu­den­tin für ihren ver­schlos­se­nen Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor. Doch der ehe­ma­li­ge Ent­wick­lungs­hel­fer hat ande­res im Kopf: Er hat genug von theo­re­ti­schen Dis­kus­sio­nen über Gut und Böse und plant lie­ber ein prak­ti­sches Expe­ri­ment zum The­ma „gerech­ter Mord“. Um einer unbe­kann­ten Frau zu hel­fen, will er einen kor­rup­ten Rich­ter töten. Die fran­zö­si­sche Komö­die Mama gegen Papa — wer hier ver­liert, gewinnt han­delt schließ­lich vom Ende einer Ehe. Bei­de Eltern wol­len beruf­lich wei­ter­kom­men und ver­su­chen alles, damit der jeweils ande­re das Sor­ge­recht bekommt. Mit immer per­fi­de­ren Stra­te­gi­en machen sie ihren drei Kin­dern das Leben schwer.

Lie­be auf den ers­ten Schlag

Der jun­ge Fran­zo­se Arn­aud (Kévin Azaïs) lernt in den Som­mer­fe­ri­en die gleich­alt­ri­ge Made­lei­ne (Adè­le Haen­el) ken­nen. Was ein roman­ti­scher Som­mer­flirt wer­den könn­te, ent­wi­ckelt sich zur här­tes­ten Zeit sei­nes Lebens, denn sei­ne neue Freun­din ist fest davon über­zeugt, dass der Welt­un­ter­gang bevor­steht. Um auf jede Kata­stro­phe vor­be­rei­tet zu sein zieht sie ein har­tes Über­le­bens­trai­ning durch. Ihr gro­ßes Ziel ist eine Aus­bil­dung zur Eli­te­sol­da­tin — aber die Anfor­de­rungs­tests sind hart. Bevor Arn­aud weiß, wie ihm geschieht, hat er sich zusam­men mit Made­lei­ne bei einem mili­tä­ri­schen Trai­nings­la­ger ein­ge­schrie­ben. Wer­den die bei­den zwi­schen Schieß­stand und Schüt­zen­gra­ben zuein­an­der fin­den?

Lie­bes­ge­schich­ten unter wid­ri­gen Umstän­den sind kei­ne Sel­ten­heit im Kino. Die Komö­die fin­det mit dem knall­har­ten Mili­tär­camp immer­hin ein ori­gi­nel­les Set­ting für die Roman­ze. Der Film sowie bei­de Haupt­dar­stel­ler wur­den mit dem fran­zö­si­schen Film­preis César aus­ge­zeich­net.

 Lie­be auf den ers­ten Schlag läuft ab Don­ners­tag, dem 12. Novem­ber, im E‑Werk-Kino.

 

Irra­tio­nal Man

Einst enga­gier­te sich Abe Lucas (Joa­quin Phoe­nix) als Hel­fer in Kri­sen­ge­bie­ten, jetzt ist er Phi­lo­so­phie­pro­fes­sor und steht am Rand einer Depres­si­on. Ihm eilt ein Ruf als Legen­de vor­aus, als er am Bray­lin Col­le­ge ankommt und so fin­det er in der intel­li­gen­ten Stu­den­tin Jill (Emma Stone) schnell eine Ver­eh­re­rin. Zwi­schen Dis­kus­sio­nen über Kant, Kier­ke­gaard und Situa­ti­ons­ethik kom­men sich die bei­den näher. Aber bald hat Abe genug von phi­lo­so­phi­scher Theo­rie, er will wie­der aktiv für eine bes­se­re Welt kämp­fen – und beginnt ein beson­de­res Ver­bre­chen zu pla­nen. Es geht um einen „gerech­ten Mord“, mit dem der Pro­fes­sor einer Frau hel­fen will, der wider­recht­lich das Sor­ge­recht vor­ent­hal­ten wird.

Der 46. Kino­film von Regie­le­gen­de Woo­dy Allen wid­met sich der immer aktu­el­len Fra­ge, wie weit man für ein mora­li­sches Ziel gehen darf. Beson­ders in den Gesprä­chen zwi­schen Pro­fes­sor und Stu­den­tin kommt dabei aber natür­lich auch die Allen-typi­sche Situa­ti­ons­ko­mik nicht zu kurz.

Irra­tio­nal Man läuft ab Don­ners­tag, dem 12. Novem­ber, im Man­hat­tan Kino.

 

Mama gegen Papa — Wer hier ver­liert, gewinnt

Einen Sor­ge­rechts­streit der beson­de­ren Art tra­gen Flo­rence (Mari­na Foïs) und ihr Ex-Mann Vin­cent (Lau­rent Lafit­te) aus. Bei­de bekom­men das Job­an­ge­bot ihres Lebens — nur der Nach­wuchs ste­hen dem Kar­rie­re­schritt im Weg. Als die Kin­der wäh­len müs­sen bei wem sie in Zukunft leben wol­len, set­zen Flo­rence und Vin­cent auf psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung: Sie ent­wi­ckeln sich zu wah­ren Raben­el­tern, damit die Kin­der sich für den jeweils ande­ren Eltern­teil ent­schei­den.

Das Spiel­film­de­büt des fran­zö­si­schen Regis­seurs Mar­tin Bour­bou­lon eröff­net eine erfri­schend ande­re, poli­tisch unkor­rek­te Per­spek­ti­ve auf den Sor­ge­rechts­streit. Wer kein Pro­blem mit der­bem Humor und offen­sicht­li­chen Enden hat, dürf­te hier auf sei­ne Kos­ten kom­men.

Mama gegen Papa — Wer hier ver­liert, gewinnt läuft ab Don­ners­tag, dem 12. Novem­ber, im E‑Werk-Kino.

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