Morgen läuft an…

Kodi Smit-McPhee und Michael Fassbender in Slow West © 2015 PROKINO Filmverleih GmbH

Kodi Smit-McPhee und Micha­el Fass­ben­der in Slow West © 2015 PROKINO Film­ver­leih GmbH

Trotz des berühm­ten Kino-Som­mer­lochs lau­fen die­se Woche in den Kinos in Erlan­gen, Fürth und Nürn­berg drei Spiel­fil­me an. Im nie­der­län­disch-deut­schen Dra­ma Die getäusch­te Frau erzählt Regis­seu­rin Sacha Polak die Geschich­te einer Frau, die durch einen Unfall ihren Part­ner ver­liert und anschlie­ßend fest­stel­len muss, dass die­ser ein Dop­pel­le­ben führ­te.
In der deutsch-pol­ni­schen Komö­die Worst Case Sce­n­a­rio dre­hen deut­sche und pol­ni­sche Schau­spie­ler einen Film-im-Film auf einem Cam­ping­platz und im unge­wöhn­li­chen Wes­tern Slow West dreht sich alles um den jun­gen Jay, der sei­ne gro­ße Lie­be im Ame­ri­ka des 19. Jahr­hun­derts sucht.

 

Slow West

Slow West erzählt die Geschich­te des 16-jäh­ri­gen Jay (Kodi Smit-McPhee), der Ende des 19. Jahr­hun­derts in Ame­ri­ka nach sei­ner gro­ßen Lie­be Rose sucht. Auf eige­ne Faust von Schott­land auf­ge­bro­chen ahnt der nai­ve Jun­ge aus ade­li­gem Hau­se nicht, dass auf Rose und ihren Vater ein hohes Kopf­geld aus­ge­setzt ist. Als ihm der wort­kar­ge Silas (Micha­el Fass­ben­der) anbie­tet ihn auf sei­ner Rei­se gegen Bezah­lung zu beschüt­zen, setzt Jay arg­los sei­ne Rei­se und damit die Suche nach sei­ner Rose fort.
Der Regis­seur John McLean beschreibt den unkon­ven­tio­nel­le Wes­tern Slow West als einen Wes­tern „aus schot­ti­scher Sicht, also aus der Per­spek­ti­ve eines Außen­ste­hen­den. Durch Jay, den jun­gen Prot­ago­nis­ten, sehen wir die Rea­li­tät des Wil­den Wes­tens zu einer Zeit, in der Deut­sche, Iren, Schot­ten und Schwe­den ihre Hei­mat hin­ter sich lie­ßen und alle began­nen, die­ses neue Land namens Ame­ri­ka zu besie­deln.“

SLOW WEST (Pro­ki­no Film­ver­leih) läuft ab dem 30.7.15 in den Lamm-Licht­spie­len in Erlan­gen sowie im Baby­lon-Kino in Fürth (Dau­er ca. 84 Minu­ten). In Erlan­gen läuft der Film an eini­gen Ter­mi­nen auch in der eng­li­schen Ori­gi­nal­fas­sung mit deut­schen Unter­ti­teln.

 

 

Nina.© Zorro Filmverleih

Nina.© Zor­ro Film­ver­leih

Die getäusch­te Frau

Die nie­der­län­disch-deut­sche Kopro­duk­ti­on Die getäusch­te Frau wur­de auf der Ber­li­na­le 2015 stür­misch gefei­ert und außer­dem mit dem CICAE-Preis des inter­na­tio­na­len Ver­bands der Film­kunst­ki­nos aus­ge­zeich­net. In dem Road-Movie, einem laut Hele­na van der Meu­len (Dreh­buch) „sehr un-nie­der­län­di­schen Gen­re“ macht sich Nina (Wen­de Snij­ders) auf eine Rei­se. Denn nach 10 Jah­ren Bezie­hung starb ihr Mann Boris bei einem tra­gi­schen Unfall und Ninas Welt gerät ins Wan­ken – jedoch nicht nur durch den Ver­lust ihres Part­ners, son­dern vor allem durch die Erkennt­nis, dass sie den Men­schen, dem sie so nahe zu ste­hen glaub­te, offen­bar kaum kann­te: Boris hat offen­bar all die Jah­re ein Dop­pel­le­ben geführt. Nina wird von den Ent­hül­lun­gen fast aus der Bahn gewor­fen. Sie begibt sich auf eine bestür­zen­de Rei­se in ihre Ver­gan­gen­heit — bis sie einem neu­en Mann (Sascha Alex­an­der Gersak) begeg­net…

DIE GETÄUSCHTE FRAU (Zor­ro Film­ver­leih) läuft ab dem 30.7.15 im Casa­blan­ca in Nürn­berg (Dau­er ca. 86 Minu­ten).

 

 

Worst Case Scenario © Grandfilm Verleih

Worst Case Sce­n­a­rio © Grand­film Ver­leih

Worst Case Sce­n­a­rio

Schlim­mer geht immer? Wohl nicht für Olga (Eva Löbau) und Georg (Samu­el Fin­zi). Frisch getrennt sit­zen der Regis­seur und die Kos­tüm­bild­ne­rin auf einem Cam­ping­platz in Polen fest. Eigent­lich woll­ten sie dort eine Komö­die über die gera­de statt­fin­den­de Fuß­ball-EM dre­hen. Kurz vor Dreh­be­ginn wird der Film dann jedoch abge­sagt. Trotz­dem ist der Regis­seur wild ent­schlos­sen, den Film zu dre­hen.
Doch all das wird zur Neben­sa­che als Olga erfährt, dass sie schwan­ger ist. Wäh­rend sich Georg hys­te­risch an sei­nen inne­ren künst­le­ri­schen Auf­trag klam­mert, sucht Olga mit aller Kraft im pol­ni­schen Umfeld ihr Glück – für bei­de ein aus­sicht­lo­ses Unter­fan­gen. Am Ende bleibt Olga und Georg die Erkennt­nis, dass ein Worst Case Sce­n­a­rio immer noch bes­ser ist als gar kein Sce­n­a­rio.
Was als deutsch-pol­ni­sche Film-im-Film-Komö­die beginnt, ent­wi­ckelt sich zu einer Bezie­hungs­stu­die, die es in sich hat: Regis­seur Franz schickt sein bun­tes Ensem­ble, wel­ches aus deut­schen und pol­ni­schen Pro­fi- und Lai­en­schau­spie­lern besteht, durch die Tur­bu­len­zen des Mit­ein­an­ders und zeigt ganz neben­bei die Unplan­bar­keit der Lie­be.

WORST CASE SCENARIO (Grand­film Ver­leih) läuft ab dem 30.7.15 im Baby­lon-Kino in Fürth (Dau­er ca. 82 Minu­ten).

Made­lei­ne Spei­del

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