Morgen läuft an…

Schließung des öffentlichen Rundfunks Griechenlands - Redakteure verbrennen die EU-Flagge. Foto: Edition Salzburger

Schlie­ßung des öffent­li­chen Rund­funks Grie­chen­lands — Redak­teu­re ver­bren­nen die EU-Flag­ge. Foto: Edi­ti­on Salz­bur­ger

In der fran­zö­si­schen Komö­die Sehn­sucht nach Paris sucht Bri­git­te (Isa­bel Hup­pert) nach Abwechs­lung von ihrem Leben als Rin­der­züch­te­rin und reist in die Stadt der Lie­be. In der ame­ri­ka­ni­schen Kri­mi­ko­mö­die Inherent Vice ver­sucht Joa­quin Phoe­nix in sei­ner Rol­le als kif­fen­der Pri­vat­de­tek­tiv das Ver­schwin­den des neu­en Lieb­ha­bers sei­ner Ex-Freun­din auf­zu­klä­ren.
Außer­dem beleuch­tet die deut­sche Doku­men­ta­ti­on Wer ret­tet wen? die Hin­ter­grün­de der Wirt­schafts­kri­se und stellt die Fra­ge nach den wah­ren Pro­fi­teu­ren von Ret­tungs­schir­men und Ret­tungs­fonds.

 

Wer ret­tet wen?

Seit nun sechs Jah­ren schaf­fen Poli­ti­ker immer neue Ret­tungs­fonds zur Ret­tung von Ban­ken und Län­dern. Es heißt, wür­den den „sys­tem­re­le­van­ten“ Ban­ken nicht unter die Arme gegrif­fen, gin­gen gleich gan­ze Volks­wirt­schaf­ten zugrun­de; wür­den ver­ein­zel­te Staa­ten nicht vor der Staats­plei­te geret­tet, gleich die gan­ze EU. Des­we­gen sei es unum­gäng­lich Mil­li­ar­den Steu­er­gel­der in Ret­tungs­schir­me zu ste­cken, denn schluss­end­lich hel­fe sich damit der Bür­ger und Steu­er­zah­ler selbst. Die Doku­men­ta­ti­on „Wer ret­tet wen?“ zeigt, wem dabei wirk­lich gehol­fen wird. Denn nie ging es um die Grie­chen, Spa­ni­er oder Por­tu­gie­sen…
Nach Water makes Money und Bahn unter dem Ham­mer wirft der neue Film von Les­lie Fran­ke und Her­do­lor Lorenz einen Blick von unten auf die Pro­ble­me, die uns alle ange­hen. Exper­ten und Betrof­fe­ne in Grie­chen­land, Spa­ni­en, Irland, USA, Deutsch­land und Island spre­chen über Kri­sen, Grün­de und mög­li­che Alter­na­ti­ven. Ein The­ma, das vie­len in bis­he­ri­gen Dis­kus­sio­nen unver­ständ­lich geblie­ben ist, wird end­lich in sei­ner gan­zen Trag­wei­te greif­bar.

WER RETTET WEN? (Edi­ti­on Salz­bur­ger) läuft ab dem 12.2.2015 deutsch-eng­lisch-spa­nisch-grie­chisch-islän­di­sche Ori­gi­nal­fas­sung mit deut­schem Voice-Over im Casa­blan­ca in Nürn­berg (Dau­er ca. 104 Minu­ten).

 

 

Brigitte (Isabelle Huppert) und ihr Ehemann Xavier (Jean-Pierre Darroussin) beim gemeinsamen Füttern der Kühe Foto: Wild Bunch Germany

Bri­git­te (Isa­bel­le Hup­pert) und ihr Ehe­mann Xavier (Jean-Pierre Dar­rous­sin) beim gemein­sa­men Füt­tern der Kühe. Foto: Wild Bunch Ger­ma­ny

Sehn­sucht nach Paris

Bri­git­te (Isa­bel­le Hup­pert) und Xavier (Jean-Pierre Dar­rous­sin) leben als Rin­der­züch­ter in der Nor­man­die. Die Kin­der sind aus dem Haus, ihr Zucht­bul­le Ben Hur gewinnt Prei­se, die Lie­be jedoch brennt bei dem lang ver­hei­ra­te­te Paar auf Spar­flam­me.
Als die attrak­ti­ve Mitt­fünf­zi­ge­rin den jun­gen Pari­ser Stan (Pio Mar­mai) bei einer Par­ty im Nach­bar­haus ken­nen lernt, genießt sie sei­ne Kom­pli­men­te und den flir­ren­den Flirt unterm Ster­nen­him­mel. Plötz­lich spürt sie den dring­li­chen Wunsch, aus der gewohn­ten Rou­ti­ne aus­zu­bre­chen.
Unter dem Vor­wand, einen Der­ma­to­lo­gen zu besu­chen, fährt sie für zwei Tage und Näch­te in die Metro­po­le. Nach einem ent­täu­schen­den Wie­der­se­hen mit Stan trifft sie den char­man­ten däni­schen Geschäfts­mann Jesper (Micha­el Nyqvist) und erlebt mit ihm die Licht­erstadt an der Sei­ne von einer pri­ckeln­den und auf­re­gen­den Sei­te. Was sie nicht weiß: Ihr Mann hat erfah­ren, dass der Arzt schon lan­ge nicht mehr prak­ti­ziert, und ist ihr heim­lich gefolgt.

SEHNSUCHT NACH PARIS (Cen­tral Film Ver­leih) läuft ab dem 12.2.2015 in den Lamm-Licht­spie­len in Erlan­gen (Dau­er ca. 98 Minu­ten). Immer sonn­tags auch in der fran­zö­si­schen Ori­gi­nal­fas­sung mit deut­schem Unter­ti­tel.

 

Joaquin Phoenix als Larry „Doc“ Sportello in Inherent Vice. Foto: Warner Bros

Joa­quin Phoe­nix als Lar­ry „Doc“ Spor­tel­lo in Inherent Vice ©War­ner Bros

Inherent Vice – Natür­li­che Män­gel

Basie­rend auf dem Roman Natür­li­che Män­gel des ame­ri­ka­ni­schen Schrift­stel­lers Tho­mas Pyn­chon, spielt Joa­quin Phoe­nix in Inherent Vice den kif­fen­den Pri­vat­de­tek­tiv Lar­ry „Doc“ Spor­tel­lo. Die­ser bekommt im Los Ange­les der 1970er uner­war­te­ten Besuch von sei­ner Ex-Freun­din Shas­ta (Kathe­ri­ne Water­s­ton), die eines Abends urplötz­lich bei ihm auf­taucht. Sie erzählt ihm von ihrer Affä­re mit dem Mil­li­ar­där Mickey Wolf­man (Eric Roberts) und dem Plan von des­sen Frau und deren Lieb­ha­ber, den rei­chen Bau­herrn zu ent­füh­ren und in eine psych­ia­tri­sche Anstalt zu ste­cken. Doc soll der ver­lieb­ten Shas­ta nun hel­fen, die­ses Vor­ha­ben zu ver­hin­dern. Doch kaum hat der Ermitt­ler mit sei­nen ers­ten Nach­for­schun­gen begon­nen, ver­schwin­det Mickey tat­säch­lich schon spur­los. Wäh­rend Doc sei­ne Bemü­hun­gen zur Auf­klä­rung des Falls ver­stärkt, bekommt er es nicht nur mit sei­nem ver­fein­de­ten Ex-Kol­le­gen Chris­ti­an „Big­foot“ Bjorn­sen (Josh Bro­lin), son­dern auch mit mehr und mehr zwie­lich­ti­gen Gestal­ten zu tun. Dabei ver­strickt er sich immer tie­fer in Ärger, aus dem ein unbe­scha­de­tes Ent­kom­men zuneh­mend unwahr­schein­li­cher wird.

INHERENT VICE (War­ner Bros. Film­ver­leih) läuft ab dem 12.2.2015 in den Man­hat­tan-Kinos Erlan­gen, teil­wei­se auch in der eng­li­schen Ori­gi­nal­fas­sung mit deut­schem Unter­ti­tel (Dau­er ca. 148 Minu­ten).

 

Made­lei­ne Spei­del

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