Morgen läuft an…

Makarow, Kassatonow, Larinow, Fetissow und Krutow

Maka­row, Kas­sa­to­now, Lari­now, Fetis­sow und Krutow. Foto: welt­ki­no

Der nächs­te Oscar-Anwär­ter läuft die­se Woche in den Kinos in Erlan­gen und Nürn­berg an. In BIRDMAN oder die unver­hoff­te Macht der Ahnungs­lo­sig­keit kämpft Micha­el Kea­ton in sei­ner Rol­le als Rig­gan Thom­son nicht nur gegen sein Image als abge­half­ter­ter Hol­ly­wood-Star.
Los Ánge­les, nur mit Lai­en­schau­spie­lern besetzt, beglei­tet dage­gen den jun­gen Mateo beim Ver­such sein mexi­ka­ni­sches Dorf gen ame­ri­ka­ni­scher Gren­ze zu ver­las­sen.
Auch neu im Kino ist Red Army – Legen­den auf dem Eis. Die­se Doku­men­ta­ti­on erzählt die Geschich­te der sowje­ti­schen Eis­ho­ckey-Natio­nal­man­schaft, einst eine der Bes­ten der Welt.

 

Red Army – Legen­den auf dem Eis

Die Eis­ho­ckey-Natio­nal­mann­schaft der Sowjet­uni­on war sei­ner­zeit eine der Bes­ten der Welt. Sie bestand nahe­zu voll­stän­dig aus Spie­lern des ZSKA, dem Eis­ho­ckey-Klub der Roten Armee. Von Jung auf dis­zi­pli­niert und aus­ge­zeich­net durch eine Spiel­wei­se, bei dem das „Funk­tio­nie­ren im Kol­lek­tiv“ im Mit­tel­punkt stand, galt sie mit­ten im Kal­ten Krieg als Beweis für die Über­le­gen­heit des sozia­lis­ti­schen Sys­tems. Als Teil der Pro­pa­gan­da war es die ein­zi­ge Auf­ga­be des Teams, den Wes­ten zu besie­gen.
Unum­strit­te­ner Mit­tel­punkt die­ser Doku­men­ta­ti­on ist die cha­ris­ma­ti­sche Eis­ho­ckey­le­gen­de Sla­wa Fetis­sow, des­sen unglaub­li­che Bio­gra­fie vom strah­len­den Hel­den des Sports über den geäch­te­ten Lan­des­ver­rä­ter bis hin zum rus­si­schen Sport­mi­nis­ter und engen Ver­trau­ten Putins reicht.
Mit inti­men Inter­views und spek­ta­ku­lä­rem Archiv­ma­te­ri­al lässt Regis­seur Gabe Pol­sky, die Zeit des Kal­ten Krie­ges wie­der auf­le­ben.

RED ARMY – Legen­den auf dem Eis (Welt­ki­no Film­ver­leih) läuft ab dem 29.1.2015 in der rus­sisch-ame­ri­ka­ni­schen Ori­gi­nal­ver­si­on mit deut­schen Unter­ti­teln im Casa­blan­ca in Nürn­berg (Dau­er ca. 82 Minu­ten).

 

Michael Keaton als Riggan.

Micha­el Kea­ton als Rig­gan. Foto: Fox Search­light Pic­tures

BIRDMAN oder die unver­hoff­te Macht der Ahnungs­lo­sig­keit

In Ale­jan­dro G. Iñár­ri­tus (21 Gramm, Babel) Komö­die Bird­man erhofft sich Rig­gan Thom­son (Micha­el Kea­ton) durch sei­ne Insze­nie­rung eines ambi­tio­nier­ten neu­en Thea­ter­stücks am Broad­way, jeder­mann, und vor allem sich selbst, zu bewei­sen, dass er kein abge­half­ter­ter Hol­ly­wood Star ist. Dann ver­letzt sich jedoch, kurz vor der Pre­mie­re, sein Haupt­dar­stel­ler durch einen ver­rück­ten Unfall und muss schnellst­mög­lich ersetzt wer­den.
Wider­wil­lig enga­giert Rig­gan Mike Shi­ner (Edward Nor­ton), der zwar ein unbe­re­chen­ba­rer Typ ist, aber eine Garan­tie für vie­le Ticket­ver­käu­fe und begeis­ter­te Kri­ti­ken zu sein scheint.
Bei den Vor­be­rei­tung auf sein Büh­nen­de­büt muss sich Rig­gin dann nicht nur mit den Frau­en im sei­nem Leben aus­ein­an­der­set­zen, son­dern auch mit sei­nem gequäl­tem Ego. Dabei ver­schwimmt schon mal die Linie zwi­schen Rea­li­tät und Illu­si­on, denn der Schat­ten von Bird­man, sei­nes stän­di­gen, nör­geln­den Beglei­ters, ist immer mit dabei. Ob es Rig­gan gefällt oder nicht.

BIRDMAN (Fox Search­light Pic­tures) läuft ab dem 27.1.2015 in den Lamm-Licht­spie­len in Erlan­gen, sowie im Casa­blan­ca in Nürn­berg (Dau­er ca. 119 Minu­ten).

 

Danny (Daniel Bautista), Mateo (Mateo Bautista Matías)

Dan­ny (Dani­el Bau­tis­ta), Mateo (Mateo Bau­tis­ta Matías) vlnr. Foto: Yvet­te Cruz © Wey­de­mann Bros.

Los Ánge­les

Der 17-jäh­ri­ge Mateo hat einen Traum – er will unbe­dingt nach Los Ange­les. Dort will er arbei­ten, um sei­ne Fami­lie zuhau­se finan­zi­ell unter­stüt­zen zu kön­nen. Die ein­zi­ge Mög­lich­keit, das klei­ne Dorf im Süden Mexi­kos ver­las­sen zu kön­nen, ist, sich für viel Geld über die mexi­ka­ni­sche Gren­ze schleu­sen zu las­sen.
Auf der Suche nach Schutz und Zuge­hö­rig­keit auf der ande­ren Sei­te der Gren­ze ent­schei­det sich Mateo vor sei­ner Abrei­se in eine Gang ein­zu­tre­ten, die auch im Dorf Mit­glie­der hat. Doch nach dem Auf­nah­me­ri­tu­al erfährt er den wah­ren Preis für sei­ne Mit­glied­schaft: er muss ein Mit­glied einer riva­li­sie­ren­den Gang töten.
Dami­an John Har­pers Dreh­buch basiert auf 13 Jah­ren Freund­schaft und Beob­ach­tun­gen, auf wah­ren Geschich­ten und einem sehr rea­len kol­lek­ti­ven Kampf. Bei­na­he der gesam­te Film wur­de in dem klei­nen Dorf San­ta Ana del Val­le gedreht. Dem­entspre­chend setzt sich der gan­ze Cast aus loka­len Dorf­be­woh­nern zusam­men. Lai­en, die für ihre Rol­len nicht auf eine Schau­spiel­aus­bil­dung, son­dern auf ihre ein­zig­ar­ti­gen per­sön­li­chen Lebens­er­fah­run­gen zurück­grei­fen und damit den ver­schie­de­nen Cha­rak­te­ren der Geschich­te Leben­dig­keit und Authen­ti­zi­tät ein­hau­chen.

LOS ÁNGELES (Farb­film Ver­leih) läuft ab dem 29.1.2015 im Baby­lon in Fürth (Dau­er ca. 97 Minu­ten).

 Made­lei­ne Spei­del

 

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