Zwischen Palme und Plauze

Love is a Battlefield - Albert (Andreas Pommer), Lisa (Julia Hellberg) und Lara (Kristin Vogel) haben Spaß. (Reihenfolge: von unten nach Oben)

Love is a battle­field — Albert (Andre­as Pom­mer), Lisa (Julia Hell­berg) und Lara (Kris­tin Vogel) haben Spaß. (Rei­hen­fol­ge: von unten nach Oben)

Weit mehr als Shake­speares Romeo oder der vom Lie­bes­trunk besäu­sel­te Tris­tan ist Goe­thes Wert­her die ulti­ma­ti­ve Ner­ven­sä­ge in Sachen Roman­tik. Iro­nie- und gna­den­los ist er sei­nen Lesern ein Bei­spiel, wie sie sich Mal um Mal zum Affen machen, wenn sie steh­blue­stan­zend den Him­mel in blau­en Augen ver­mu­ten und vom ewig wah­ren Glück träu­men. War­um die Stu­dio­büh­ne Erlan­gen e.V. den jetzt auch noch irgend­wie insze­nie­ren muss … 

Cerro Torre - ein widerspenstiger Berg. David Lama wagt trotzdem den Aufstieg. (Foto: Corey Rich)

Cer­ro Tor­re — ein wider­spens­ti­ger Berg. David Lama wagt trotz­dem den Auf­stieg. (Foto: Corey Rich)

So einen wie Wert­her – man möch­te mei­nen, das geht in Wirk­lich­keit gar nicht, trotz­dem hält sich das Gerücht, dass wegen die­ses Pulp-Heft­chens der Hoch­li­te­ra­tur sei­ner­zeit gleich meh­re­re jun­ge Män­ner sich die Rübe weg­ge­bla­sen haben. Das kann man so nicht ste­hen las­sen. Des­halb rückt jetzt Regis­seur David Becker von der Stu­dio­büh­ne die Gewehr­kol­ben gera­de: Zusam­men mit sei­nem haar­sträu­ben­den Ensem­ble tritt er an, um den Wert­her­spuk zu ver­trei­ben, in einem wahr­haft außer­ir­di­schen Stück, das alle Spu­ren von gro­ßer Lie­be, ech­tem Herz­schmerz und poli­ti­schem Anstand zu Ster­nen­staub pul­ve­ri­siert. Lie­be steht hier gleich­be­rech­tigt neben Gewalt, hin­ter der Büh­ne wird Nutel­la mit dem Löf­fel geges­sen und herz­zer­rei­ßen­de Schick­sa­le gibt es in die­sem Stück aus der Fami­li­en­pa­ckung mit 20% gra­tis. Zwi­schen Pim der auf­blas­ba­ren Pal­me und der Plau­ze von Kart­bahn Kal­le bliebt am Ende höchs­tens noch ein Pils breit Platz für gro­ße Gefüh­le. Gott sei Dank!

Wert­her from Outer­space gibt es in den nächs­ten drei Wochen am Fran­ken­hof zu sehen und zwar am 12., 17. und 24. März 2014, jeweils um 19.30 Uhr.

Pres­se­mel­dung: wfo

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