Morgen läuft an …

Rol­len­kri­ti­scher Fami­li­en­film, poli­ti­scher Flücht­lings-Road­mo­vie und unge­wöhn­li­che Jugend­pro­sti­tu­ier­ten­ge­schich­te – gro­ße Band­brei­te ist die­se Woche cine­as­tisch ange­sagt.

Eltern

Der Vater über­nimmt die tra­di­tio­nel­le Mut­ter­rol­le, die Mut­ter macht Kar­rie­re und bringt das Geld nach Hau­se. So weit so gut und eigent­lich nicht pro­ble­ma­tisch. Bis der Vater nun doch Kar­rie­re machen will und ein Job­an­ge­bot als Thea­ter­re­gis­seur bekommt – und sich die Auf­ga­ben­ver­tei­lung ändern muss.  Rol­len­ver­tei­lung ein­mal anders und wirk­lich­keits­ge­treue, nicht kit­schig ver­zerr­te Dar­stel­lung des Fami­li­en­le­bens in Thal­heims Komö­die Eltern.

Eltern erscheint im Ver­leih von DCM und läuft ab dem 14. Novem­ber im Man­hat­tan-Kino in Erlan­gen.

Zay­toun – Gebo­re­ne Fein­de – Ech­te Freun­de

Liba­non im Jah­re 1982: Fahed ist ein paläs­ti­ni­scher Flücht­lings­jun­ge, Yoni ein isra­li­scher Kampf­pi­lot. Eigent­lich müss­ten sie Fein­de sein und eigent­lich müss­te Fahed, der sich der Paläs­ti­nen­si­schen Befrei­ungs­or­ga­ni­sa­ti­on ange­schlos­sen hat, Yoni bewa­chen. Aber Yoni über­zeugt Fahed, der ein Ver­spre­chen an sei­nen ver­stor­be­nen Vater ein­lö­sen und einen Oli­ven­baum in sein Hei­mat­dorf zurück­brin­gen will, gemein­sam nach Isra­el zu flüch­ten und die bei­den wer­den Freun­de. Klingt rea­li­täts­fern, beschreibt die Lage der paläs­ti­nen­si­schen Flücht­lin­ge in den 80er Jah­ren aber rea­lis­tisch. Über­zeu­gen­des und dif­fe­ren­zier­tes Dra­ma von den Machern von King´s Speech.

Zay­toun  erscheint im Sena­tor Film­ver­leih und läuft ab dem 14. Novem­ber in den Lamm-Licht­spie­len in Erlan­gen.

Jung und schön

Die Aka­de­mi­ker­toch­ter Isa­bel­le führt das gewöhn­li­che Leben einer 17-Jäh­ri­gen: Sie geht zur Schu­le, fei­ert mit ihren Eltern ihren Geburts­tag. Doch sie hat noch eine zwei­te Iden­ti­tät: als Pro­sti­tu­ier­te. Über das Inter­net ver­ab­re­det sie sich mit Män­nern, trifft sich in Hotel­zim­mern und kas­siert 300 Euro pro Tref­fen. Ein sol­ches Dop­pel­le­ben gab es schon ein­mal im fran­zö­si­schen Kino: Luis Buñu­els Skan­dal­film „Bel­le de Jour“ von 1967. Fran­cois Ozon schafft eine Neu­auf­la­ge der The­ma­tik, har­ter Tobak jetzt auch in der deut­schen Über­set­zung.

Jung und Schön erscheint im Ver­leih von Welt­ki­no und läuft ab dem 14.November in den Lamm-Licht­spie­len in Erlan­gen.  Am 18.November gibt´s außer­dem die fran­zö­si­sche Ori­gi­nal­fas­sung mit deut­schen Unter­ti­teln.

 

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