Penthesilea meets Lulu

Barish Kara­de­mir hat sich einen bun­ten Dra­men­mix zusam­men­ge­stellt: Goe­the, Büch­ner, Kleist – dazu Wede­kind und Kane … und alles nur wegen der Frau­en. Küs­se und Bis­se heißt sei­ne Dra­men­col­la­ge, die am 13. Novem­ber im Gost­ner Hof­thea­ter Urauf­ge­führt wird. Hier, was das Thea­ter uns in sei­ner Pres­se­mit­tei­lung dar­über schrieb:

Regis­seur Barish Kara­de­mir, der im Gost­ner Hof­thea­ter zuletzt mit sei­ner ein­dring­li­chen Insze­nie­rung von Bor­cherts Dra­ma „Drau­ßen vor der Tür“ auf sich auf­merk­sam mach­te, betritt mit sei­nem aktu­el­len Pro­jekt „Küs­se… Bis­se“ Neu­land: Das Stück setzt sich zusam­men aus Sze­nen aus den Dra­men „Pen­the­si­lea“ von Hein­rich von Kleist, „Woy­zeck“ von Georg Büch­ner und Goe­thes „Faust I“. Ergänzt wer­den die­se durch Split­ter aus moder­nen Stü­cken von Frank Wede­kind bis Sarah Kane. In allen die­sen Sze­nen ste­hen Frau­en im Mit­tel­punkt. Es geht um Lie­be, Eifer­sucht, Ver­füh­rung, Gewalt und Wahn­sinn.

Dabei beleuch­ten sich die ein­zel­nen Sze­nen gegen­sei­tig, es erge­ben sich Spie­ge­lun­gen und Kon­tras­te, geschickt gestal­te­te Über­gän­ge ermög­li­chen es, Ver­bin­dun­gen zwi­schen klas­si­schen und moder­nen Stü­cken zu erken­nen; musi­ka­li­sche Akzen­te set­zen ein Live-Drum­mer und eini­ge Song-Ein­la­gen. Ste­fan Büning lie­fert wie in den letz­ten Insze­nie­run­gen Kara­de­mirs wie­der die Video- Bil­der. Drei Schau­spie­le­rin­nen ver­kör­pern die unter­schied­lichs­ten Rol­len, sie stel­len aber nicht nur Gret­chen („Faust I“), Marie („Woy­zeck“) oder „Lulu“ (aus Wede­kinds gleich­na­mi­gem Stück) dar, son­dern auch die Män­ner, mit denen es die­se zu tun haben. So ent­steht ein span­nen­der, manch­mal auch pro­vo­zie­ren­der Thea­ter­abend.

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