Vorankündigung: „Maria Magdalena“ ab morgen in der Tafelhalle

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Foto: Ralf Lang

Maria Mag­da­le­na ist das klas­si­sche Bild einer Sün­de­rin und Ehe­bre­che­rin. Obwohl sie ein rei­nes Herz hat, wird sie von der Gesell­schaft, deren Regeln sie miss­ach­tet hat, ver­sto­ßen. In Fried­rich Heb­bels gleich­na­mi­gen Stück ist es Kla­ra, die bei dem Ver­such, sowohl den eige­nen Wün­schen als auch den Erwar­tun­gen ihrer Fami­lie und ihres Lieb­ha­bers gerecht zu wer­den, zer­ris­sen wird.

Regis­seur Barish Kara­de­mir setzt sei­ne Insze­nie­rung in einen aktu­el­len Bezug zu archai­schen Gesell­schafts­for­men und zu dem The­ma der geleb­ten Fami­li­en­eh­re, die sich von Gebor­gen­heit bis hin zum Ehren­mord äußern kann.

Bereits im April hat Kara­de­mir Falk Rich­ters „Trust“ insze­niert. In „Maria Mag­da­le­na“ tre­ten nun Gesän­ge und Live- Musik an die Stel­le von in „Trust“ dar­ge­bo­te­nen Tanz­ein­la­gen. Kara­de­mir, der mit Vor­lie­be Wer­ke von Fass­bin­der und Strind­berg insze­niert, möch­te sich nicht zu sehr von der klas­si­schen Vor­la­ge Heb­bels distan­zie­ren: Kla­ras Pro­ble­me sei­en der­sel­ben Natur wie die heu­ti­ger Frau­en in stren­gen Fami­li­en­ver­bän­den.

Eine bren­nend aktu­el­le The­ma­tik, die sich im klas­si­schen Gewand prä­sen­tiert.

 

von Anna Gre­ger

Die Pre­mie­re von Maria Mag­da­le­na ist mor­gen, Do. den 16.05. um 20:00 in der Tafel­hal­le in Nürn­berg. Der Ein­lass beginnt um 19:30. Das Stück wird nur am Frei­tag und Sams­tag gespielt wer­den.

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