Am Sonntag mal was Schönes machen: Jazz4Free im E‑Werk!

Kel­ler­büh­ne e‑werk

Der Sonn­tag gehört zu den Tagen, an dem man nie so rich­tig weiß, was man machen soll.  Man schaut sich irgend­wel­che Seri­en an oder sitzt den hal­ben Tag vor Face­book in der Hoff­nung, dass irgend­et­was Span­nen­des pas­siert und wenn man dann ins Bett geht, denkt man sich: was für eine sinn­lo­se Zeit­ver­schwen­dung die­se Sonn­ta­ge doch sind!

Doch bevor der Mon­tag anbricht, kann man sich noch ein­mal etwas Gutes tun und bei Jazz­tö­nen die letz­ten Stun­den der Woche aus­klin­gen las­sen. Fast jeden Sonn­tag bie­tet das E‑Werk in der gemüt­li­chen Kel­ler­büh­ne „Jazz4Free“-Kon­zer­te an und, wie der Name bereits schon sagt, kos­tet es auch nichts. Beginn ist immer 20:30 Uhr, es wäre aber rat­sam schon frü­her zu erschei­nen, wenn man gro­ßen Wert auf einen guten Platz legt. Aber auch auf einer Bank oder im Ste­hen kann man die Musik genie­ßen. Vor allem im roten Däm­mer­schein und den zwei sich dre­hen­den Dis­ko­ku­geln kommt die Jazz­stim­mung so rich­tig auf.

Mit Ein­gang C auf Zeit­rei­se

Ver­gan­ge­nen Sonn­tag­abend spiel­te die Band „Ein­gang C“, benannt nach ihrem frü­he­ren Pro­be­raum in der Oran­ge­rie, der sich in Ein­gang C befand. Es war eine Zeit­rei­se zurück in die 60er und 70er Jah­re, von Leon Rus­sells „Mas­quer­ade“ als Show­er­öff­nung, über Frank Zap­pa, bis hin zu Miles Davis „Seven Steps to Hea­ven“ war alles dabei. Bei den Inter­pre­ta­tio­nen der Band stan­den vor allem das Saxo­phon und die Posau­ne im Vor­der­grund, die sich gegen­sei­tig mit ihren Solos abwech­sel­ten oder zusam­men im Duo spiel­ten. Auf Gesang wur­de ganz ver­zich­tet, wodurch die Instru­men­te umso mehr im Fokus stan­den. So zog auch der Key­boar­der mit sei­nem Solo bei Chick Coreas „Spain“ die Auf­merk­sam­keit des Publi­kums auf sich.

Für tie­fer gehen­de Gesprä­che mit der Beglei­tung ist die Laut­stär­ke zu sehr auf­ge­dreht, weil an die­sen Aben­den die Musik der Mit­tel­punkt ist. Und wäh­rend ich neben­bei einen Blick ins Publi­kum warf, habe ich gemerkt, dass ich nicht die ein­zi­ge war, die am krit­zeln und foto­gra­fie­ren war. Der Abend bie­tet eine wun­der­ba­re Gele­gen­heit sich von der Live Musik für sein krea­ti­ves Schaf­fen inspi­rie­ren zu las­sen.

Daher kann ich euch einen Besuch des Jazz4Free abends nur ans Herz legen. Der nächs­te fin­det wie­der am 25.11.2012 statt; dies­mal mit dem Jazz Forum der Sing und Musik­schu­le Erlan­gen. Und für alle, die nicht wis­sen, was sie am Sonn­tag zuvor machen sol­len, sag ich nur: geht zum Poe­try Slam.

Kat­ja Ull­mann

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