Politische Entscheidungen werden über die Köpfe der Bürger hinweg getroffen. Die Entmündigung des Souveräns in einer demokratischen Gesellschaft löst zu Recht Proteste aus, in denen der Protestierende als „Wutbürger“ deklariert wird. Das Verhältnis zwischen Politik, das heißt zwischen den Akteuren und dem Volk, das jenen scheinbar willkürlich ausgeliefert ist, war Thema des traditionellen Sonntagsmatinée des 31. Erlanger Poetenfestes. Den Rest des Eintrags lesen. »
Archiv für August 2011
Über Zukunft der Revolte in den arabischen Ländern, die im Frühjahr in Tunesien ihren Anfang nahm, wurde auf dem 31. Erlanger Poetenfest von Nahost-Kennern diskutiert, darunter der iranischstämmige Orientalist und Schriftsteller Navid Kermani, der irakische Schriftsteller Abbas Khider und die Publizistin Daniela Dahn.

Copyright: Erlanger Poetenfest – Foto: Georg Pöhlein, 2011 Podiumsdiskussion mit Abbas Khider (Foto) und anderen
„Arabischer Frühling oder die Fröste der Freiheit. Eine Diskussion über die Zukunft in Nahost.“
Die verbindenden Elemente der Aufstände in den einzelnen Ländern, so verschieden ihre Gesellschaften auch sein mögen, sind Kermani zufolge zwei Hauptaspekte: die Träger sind junge Menschen, die aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit von einer tiefen Perspektivlosigkeit geprägt sind und das Loslösen vom Westen sowie vom Islamismus. Die Revoltierenden nehmen ihr eigenes Schicksal in die Hand, sehen sich mehr und mehr als Subjekte einer eigenen, nicht länger fremdbestimmten Geschichte und wenden sich gegen die traditionellen Autoritäten. Kermani sieht in dieser Art des Generationenkonflikts einen „politischen Vatermord.“ Den Rest des Eintrags lesen. »
Buchmarkt im Wandel – Rückzug oder Aufbruch? Eine Podiumsdiskussion auf Einladung von mehrwertzone.net im Rahmen des 31. Erlanger Poetenfestes
Das Erlanger Poetenfest beschäftigt bekanntlich auch die Entwicklungen der sie betreffenden Kulturbranchen. Wie ist es um die Literatur bestellt, wenn sich Vertriebs– und Produktstrukturen des Buchmarktes so sichtbar verändern? In diesem Rahmen initiierte die jüngst gegründete Internetplattform www.mehrwertzone.net als Repräsentant für die vernetzte Kultur– und Kreativwirtschaft in der Metropolregion eine Podiumsdiskussion mit sachkundigen Menschen aus Buchwissenschaft, Buchhandelsgeschäft und Literaturbetrieb. Den Rest des Eintrags lesen. »
Alle Leseratten, denen in diesen stickigen Sommertagen langsam der Stoff ausgeht, haben vier glanzvolle Tage vor sich: Viele auch internationale Autoren stürmen Erlangen und präsentieren ihre neuesten literarischen Ergüsse, bevor es im Oktober nach Frankfurt auf die Buchmesse geht. In der netten Atmosphäre des Schlossgartens, im Markgrafentheater und im Schloss selbst lesen Autoren, beteiligen sich an Diskussionen, und man kann die ein oder andere Anregung abstauben. Mit dabei sind mehrere Nominierte für den Buchpreis 2011, wie zum Beispiel Peter Kurzeck, internationale Künstler wie Liao Yiwu oder Abbas Khider, Poeten wie Nora Bossong oder Übersetzer wie Elke Erb. Ausstellungen wie „Islandsagas“ von Kat Menschik und themenbezogene Filme wie zum Beispiel „Das Labyrinth der Wörter“ vervollständigen das Programm.
Das sollte man nicht verpassen! Auf in den Schlossgarten!
Das Programm gibts hier.
Diesmal glänzt eine gespiegelte Eichel auf dem beinahe unauffälligen magentaroten Cover. Sie schimmert silbern und ihr Hütchen steht golden hervor. Wer es jetzt noch nicht erraten hat: Es geht um Charlotte Roches zweiten Roman, dem Nachfolger des meist verkauftesten Romans 2008, „Feuchtgebiete“.
Worum geht es diesmal? Die Protagonistin Elizabeth ist 33 Jahre alt, hat eine siebenjährige Tochter, und einen Haufen Komplexe. Da wären ihre Höhen-, Aufzugs– und Feuerangst, ihr Brüste– Den Rest des Eintrags lesen. »
Wenn sich grauer Nebel durch alle Ritzen des Experimentiertheaters drängt, weiß man, es ist wieder was los auf der Bühne, diesmal lässt die English Dramatic Society wie zu jedem Semesterende die Puppen tanzen.
Waren die letzten Produktionen hauptsächlich Komödien, sollte es nun eine klassische Shakespeare-Tragödie sein: „Macbeth“. Die große Truppe füllt die 33 (!) Charaktere spielend aus, gibt es doch allein drei Hexen, drei Mörder und vier Boten. Den Rest des Eintrags lesen. »



